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TV-MYTHEN DER VIDEOÜBERWACHUNG - Mythos 1

12.03.2018
Videoüberwachungstechnik ist und bleibt die Königsdisziplin im Bereich Sicherheit. 
Die technologischen Neuerungen und Errungenschaften der letzten Jahre brachten aber auch eine 
Reihe von Missverständnissen und falschen Erwartungen mit sich. Zahlreiche TV-Krimiserien mit sehr 
phantasievollen Autoren lassen die Videotechnik wahre Wunder vollbringen. Doch was ist wirklich 
möglich und was ist Fiktion? Axis Communications klärt über die größten Mythen in TV-Krimiserien auf.
 

 1. DER KLASSIKER: DIGITALER ZOOM

Mythos: Der digitale Zoom ins Bild ist ein Hauptelement vieler TV-Krimiserien.
Die Fahnder erhalten ein Video einer Überwachungskamera und vergrößern einen bestimmten Bildaus-schnitt, wie zum Beispiel eine Reflektion in einer Fensterscheibe. Der erste Schritt dabei sieht meist noch recht realistisch aus: Die Pixel vergrößern sich und es lässt sich nichts erkennen. Doch anschließend wird es fiktiv. Ein technisches Programm verbessert in mehreren Schritten das Bild und zeigt zum Schluss den gewünschten Ausschnitt in hoher Auflösung. Besonders extrem wird es, wenn es um die Augenfarbe der Zielperson geht und dann ein gestochen scharfes Bild der Iris gezeigt wird. 
 
Realität: Die theoretische TV-Mythen der Videoüberwachung Vergrößerung bei dem in Filmen gezeigten Digitalzoom befindet sich im hohen zweistelligen oder gar dreistelligen Megapixelbereich. In der Praxis sind derartige Auflösungen zwar theoretisch denkbar, aber physikalisch sind sie in der Überwachungstechnik mit zu vielen Einschränkungen verbunden. Der überwiegende Teil der installierten Kameras ist nach wie vor analog und bei den IP-Kameras im professionellen Bereich gehört HDTV 1080p nicht zum allgemein eingesetzten Standard. 4K Ultra HD-Kameras sind in der Branche erst in 2014 auf den Markt gekommen und es wird noch eine Weile dauern, bis sie flächendeckend zum Einsatz kommen.